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Gelungener Austausch: Wissenschaftsminister Bernd Sibler zu Besuch im Studiengang Hebammenkunde (B.Sc.)

 

Der Herbst zeigte sich von seiner besten Seite als Wissenschaftsminister Bernd Sibler am vergangenen Freitag (18. Oktober) die bayernweit ersten Hebammen-Studentinnen an der KSH München begrüßte. Der Bachelorstudiengang, der sieben Semester umfasst und in Kooperation mit dem Klinikum der LMU und der Staatlichen Berufsfachschule für Hebammen angeboten wird, startete nur wenige Tage zuvor an der KSH München – die neben der OTH Regensburg zu den ersten beiden Hochschulen bayernweit zählt, die die akademische Ausbildung von Hebammen anbieten.

 

Prof. Dr. Hermann Sollfrank, Präsident der KSH München, hieß zunächst die Gäste aus Politik und Hochschule willkommen und wies daraufhin, dass die Hochschule hier bereits vor vielen Jahren aktiv war und auch immer, in relevanten Gremien, auf die Notwendigkeit der Akademisierung des Hebammenberufs hingewiesen hat. Wissenschaftsminister Bernd Sibler bestätigte, dass die Implementierung eines solchen Studienangebots „kein einfacher Weg“ gewesen sei, betonte aber zugleich die Notwendigkeit. Die Akademisierung eröffne neue Perspektiven für die Berufsgruppe, Absolventinnen und Absolventen könnten fortan auch in Leitungspositionen einmünden. Zudem sprach der Minister von einem „Miteinander auf Augenhöhe“ in einem medizinischen Berufsumfeld. Der Ausbau des Angebots in der bayernweiten Hochschullandschaft sei zwar bereits geplant und auch beschlossen, dennoch bezeichnete der Staatsminister die Studentinnen als „Pionierinnen der Akademischen Hebammenausbildung in Bayern“ mit sehr positiven Berufsaussichten, da der Bedarf an Hebammen ungebrochen hoch sei. Anders als prognostiziert, steigt z. B. die Geburtenrate in der Metropolregion München seit Jahren an.

 

Doch auch, wenn ein akademisches Studium zunächst Wissen und Professionalisierung bedeutet, so sind sich Hochschule und Ministerium darin einig, dass für einen so intimen und persönlichen Beruf reines Fachwissen nicht ausreicht. Was hier zählt, ist die professionsethische Haltung. Prof. Dr. Constanze Giese, Studiengangsleitung Hebammenkunde, wies in ihren anschließenden Ausführungen zu den Studieninhalten auch explizit darauf hin, dass die KSH München traditionell sehr großen Wert auf die Persönlichkeitsbildung und den ethischen Anspruch ihrer Studentinnen und Studenten legte. Im Curriculum vorgesehen sind daneben unter anderem Module im Bereich Management, IT und Kommunikation.


Prof. Dr. Hildegard Schröppel führte danach durch die Simulations- und Skillslabore der KSH München. „Mit dem Unterricht in unseren Simulations- und Skillslaboren bringen wir die Praxis bzw. praktische Probleme in unsere Hochschule“, sagt sie. Schauspiel-Patienten imitieren herausforderndes Verhalten z. B. von einer werdenden Mutter oder Komplikationen in der Schwangerschaft bzw. während der Geburt und ermöglichen den Studentinnen so, sich Praxiswissen anzueignen. „Dabei“, so betont die Professorin, „passen wir uns an den Kenntnisstand unserer Studierenden an. Wir wollen an der Hochschule nicht überfordern, sondern in einem geschützten Umfeld – das Fehler zulässt – praktische Kenntnisse vermitteln.“

 

 

 

 

Nach einer Führung durch die verschiedenen Räume, zeigten die Studierenden, wie sie ein Baby (Babypuppe) baden und wickeln. Gemeinsam mit dem Minister und unter der Moderation von Prof. Dr. Birgit Schaufler, Vizepräsidentin Studium und Lehre an der KSH München, wurde zum Abschluss darüber diskutiert, ob der Hebammenstudiengang mit seinen fast 3000 Praxisstunden nicht vielmehr ein duales Studium sei, das entsprechend vergütet werden müsste. Auch fragten die Studentinnen, ob ein einheitliches Studienprogramm in Deutschland angedacht sei, um später eventuell auch den Studienort wechseln zu können. Bernd Sibler verwies hier auf laufende Gespräche auf Bundesebene. Als es um ein Studium im Ausland ging, meldete sich Prof. Dr. med. Sven Mahner (Direktor der Frauenklinik der LMU München) zu Wort: „Selbstverständlich sind wir sehr daran interessiert, die Personen, die wir auf hohem Niveau ausbilden, auch nach Abschluss des Studiums an unseren Standort zu binden.“

 

 



Mit den Worten „Behalten Sie uns in den Augen und im Ohr“, überreichte Prof. Dr. Birgit Schaufler dem Wissenschaftsminister Bernd Sibler zum Abschluss ein Pinard-Stethoskop. Der gelungene Austausch zwischen Hochschule und Ministerium endete in geselliger Runde bei einem kleinen Imbiss.


 

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