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Im Gespräch mit dem Arbeitskreis Gesundheit und Pflege der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

 

Anfang April war der Arbeitskreis Gesundheit und Pflege der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag zu einem mehrstündigen Besuch an der KSH München, um sich über neue Wege hochschulischer Bildung für nicht-ärztliche Heilberufe und über die Zukunft der akademisierten Pflege zu informieren. An dem aufschlussreichen Gespräche, kombiniert mit einem Rundgang durch die Räume des Skills- und Simulationslabors in der Breisacherstraße, nahmen seitens der Hochschule Präsident Prof. Dr. Hermann Sollfrank, die Dekanin der Fakultät Pflege Prof. Dr. Anita Hausen, Prof. Dr. Constanze Giese, Prof. Dr. Hildegard Schröppel und Prof. Dr. Daniel Flemming teil. Präsident Sollfrank begrüßte die Besucher und hob den hohen Stellenwert eines fachlichen Austausches zwischen Politik und Hochschule hevor.

Im Zentrum des Interesses stand die Zukunft der hochschulischen Pflegebildung und der Hebammenbildung im Bayern. Für Hebammen wird auf Bundesebene ab 2020, gemäß der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen, eine abgeschlossene 12-jährige Schulbildung als Zugangsvoraussetzung verpflichtend. Die Bundesregierung dabei im aktuell vorliegenden Gesetzesentwurf von einer Vollakademisierung aus. Welche Konsequenzen sich daraus ergeben und wie die Erfahrungen und Kompetenzen der beruflichen Bildung mit den weiterführenden Möglichkeiten der Hochschulbildung verbunden werden können, war ebenso Thema wie die konkrete Umsetzung des Hebammenstudiums an der KSH München. Voran informierte Prof. Dr. Constanze Giese die Vertreterinnen und Vertreter des Arbeitskreises in die aktuelle Studiengangsentwicklung des Bachelorstudiums Hebammenkunde ein, das (vorbehaltlich der staatlichen Genehmigung) im Oktober 2019 an der Hochschule startet.

Das Thema Pflege und hochschulische Pflegebildung stellte einen weiteren Inhaltspunkt dar. Die Chancen, die eine Primärversorgung durch HochschulabsolventInnen der Pflegeberufe gerade im ländlichen Bereich bietet, wurden am Beispiel des Masterstudiengangs Community Health Nursing besprochen, den die KSH München derzeit im Auftrag der Agnes-Karll-Gesellschaft für Gesundheitsbildung und Pflegeforschung im Deutschen Berufs-verband für Pflegeberufe (DBfK) entwickelt. In diesem Zusammenhang betonte die Versorgungsforscherin und Dekanin Prof. Dr. Anita Hausen, dass Ärztemangel und Kostendruck neue Lösungen erforderten, insbesondere in ländlichen Gebieten. Hier könnten die erweiterten Kompetenzen der Pflege analog anderer europäischer Länder in gesundheitlichen Versorgungszentren eine wohnortnahe Versorgung in neuen Strukturen sichern und somit die hausärztliche Versorgung ergänzen. Ebenfalls thematisiert wurde die berufliche Einmündung der Hochschulabsolventinnen und -absolventen der Pflegestudiengänge und ihr Beitrag zur Versorgung in zunehmend komplexen und herausfordernden Pflegesituationen insbesondere im stationären Bereich. Darüber hinaus stellte die Hochschule ihre aktuelle Forschungsthemen in der Pflege vor, wie etwa die Chancen der Digitalisierung sowie deren unmittelbare Auswirkungen auf Prozesse und Qualität in der Pflege. Hier konnte eine inhaltliche Brücke zu der Simulation von Pflegeszenarien und der technischen Ausstattung geschlagen werden, von der die Hochschule seit der Eröffnung ihres Skills- und Simulationslabors profitiert. Deutlich wurde aber zugleich, dass hier nicht nur die praxisnahe hochschulische Pflegeausbildung profitiert. Prof. Dr. Daniel Flemming erläuterte auch die völlig neuen Chancen, in diesen simulierten Pflegesettings innovative Technologien wie die Robotik in ihrer Wirkung auf den Menschen zu erproben und iterativ weiter zu entwickeln – ohne hierfür reale und doch oft höchst vulnerable pflegebedürftige Menschen konfrontieren zu müssen. Wie sehr die Pflegebildung an Hochschulen die Praxis fokussiert und welche neuen Möglichkeiten dafür das Simulationslernen bietet, wurde abschließend bei der Besichtigung der Skills- und Simulationslabore der KSH München unter Führung der Pädagogin Prof. Hilde Schröppel deutlich.

 

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