Contact Close

Katholische Stiftungshochschule München

Campus München

Preysingstr. 83

81667 München

Telefon: +49 89 48092–900

Telefax: +49 89 48092–1900

info.muc@ksh-m.de

Geländeplan

Campus Benediktbeuern

Don-Bosco-Str. 1 

83671 Benediktbeuern

Telefon: +49 8857 88-500

Telefax: +49 8857 88-599

info.bb@ksh-m.de

Geländeplan

event_pressegespraech_hebammenkunde_jul19.jpg

 

Neuer Bachelorstudiengang Hebammenkunde (B.Sc.): Eine Kooperation der KSH München mit dem Klinikum der LMU München

 

Zum Wintersemester 2019/20 startet die KSH München den ersten Jahrgang des Bachelorstudiums „Hebammenkunde (B.Sc.)“. Sie ist damit eine von zunächst drei Hochschulen in ganz Bayern, die Hebammen akademisch und in enger Anbindung an die Praxis ausbilden wird. Kooperationspartner ist das Klinikum der LMU München und deren Staatliche Berufsfachschule für Hebammen. Pro Jahrgang stehen 25 Studienplätze zur Verfügung, das Studium dauert sieben Semester. Die klinischen Praxisphasen finden in der Frauenklinik am Klinikum der LMU München unter Anleitung erfahrener Hebammen, Ärztinnen und Ärzte und Praxisanleiterinnen statt.

Hebammen leisten einen sehr verantwortungsvollen und ausgesprochen individuellen Dienst im Gesundheitswesen. Der Hebammenberuf umfasst die selbständige und umfassende Beratung, Betreuung und Beobachtung von Frauen während der Schwangerschaft, bei der Geburt, während des Wochenbetts und der Stillzeit, die selbständige Leitung von physiologischen Geburten sowie die Untersuchung, Pflege und Überwachung von Neugeborenen und Säuglingen. Darüber hinaus beraten sie in Fragen der Familienplanung.

Diese Aufgaben erfordern eine Vielzahl an Kenntnissen, die künftig im Rahmen eines sieben Semester dauernden Studiums vermittelt werden. Bislang erfolgte die Ausbildung innerhalb von drei Jahren an der Staatlichen Hebammenschule in der LMU Frauenklinik. Parallel zu dem jetzt beginnenden Studium werden die bereits an der Hebammenschule begonnenen Jahrgänge regulär bis zum Abschluss der jeweiligen Klassen weitergeführt.

„Der primärqualifizierende Studiengang an unserer Hochschule wird einerseits das geburtshilfliche, gesundheitswissenschaftliche und medizinische Fach- und Praxiswissen vermitteln, um eine Geburt eigenverantwortlich begleiten zu können. Andererseits fördern wir die sozialen und ethischen Kompetenzen, die gerade vor dem Hintergrund der Diversität der Frauen, ihrer Herkunft und Familienstrukturen immer wichtiger werden“, erklärt Prof. Dr. Constanze Giese, Studiengangsleitung des neuen Studienangebots an der KSH München. „Hebammen müssen heute in der Lage sein, sich auf alleinstehende Mütter im Teenageralter genauso einzustellen, wie auf Spätgebärende in unterschiedlichen familiären Konstellationen, verschiedener ethnischer und kultureller Zusammenhänge. Und natürlich haben die gesundheitlichen Aspekte oberste Priorität“, betont Giese.

Die Katholische Stiftungshochschule München legt traditionell hohen Wert auf ein praxisnahes Studium. Bei der Konzeption des Studiengangs hat die Hochschule mit dem Hebammenverband und ihrem Bildungspartner, der Frauenklinik des Klinikums der LMU München zusammengearbeitet. „Die Akademisierung des Hebammenberufes stellt einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der Hebammenausbildung dar. Auch im Studium bleibt der bedeutsame praktische Anteil der Ausbildung zentral. Hierfür ist die Kooperation unserer Klinik mit der Katholischen Stiftungshochschule München eine optimale Basis, denn in der LMU-Frauenklinik werden seit über 100 Jahren Hebammen in allen geburtshilflichen Aspekten praktisch ausgebildet“, erklärt Prof. Dr. Sven Mahner, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum der LMU München. Das Studium umfasst sieben Fachsemester und ist ein Vollzeitstudium, das alle Vorgaben des Hebammengesetzes (HebG) und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Hebammen (HebAPrV) erfüllt. Gemäß einer EU-Richtlinie ist das Studium für den Hebammenberuf ab 2020 auch in Deutschland verpflichtend. Die Absolventen schließen mit dem Bachelor und der mündlichen, schriftlichen und praktischen staatlichen Prüfung ab und können damit die Berufszulassung als Hebamme erhalten. „Das Klinikum der LMU reagiert so auf die Herausforderungen der Internationalisierung und des Fachkräftemangels sowie steigender Spezialisierung. Diese Bildungspartnerschaft stärkt die interprofessionelle Aus- und Weiterbildung und macht das Klinikum der LMU zukunftssicher“, betont Prof. Dr. Karl-Walter Jauch, Ärztlicher Direktor des LMU Klinikums.

Mit einer der größten und ältesten Fakultäten im Bereich Pflege beruft sich die Katholische Stiftungshochschule München in den Studieninhalten auf ihre langjährigen Erfahrungswerte in der Akademisierung von Gesundheits- und Pflegeberufen und auf ein ausdifferenziertes Wissen in diesen Bildungsbereichen. Zudem werden Synergien zu den bereits seit vielen Jahren etablierten Studiengängen in der Sozialen Arbeit und der Kindheitspädagogik genutzt. „In unseren Studiengängen verknüpfen wir wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer stark werteorientierten und praxisnahen Ausbildung. Das ist insbesondere in jenen Berufen von Bedeutung, in denen die Begleitung von Menschen in sensiblen und vulnerablen Lebenslagen im Zentrum steht. Eine Geburt ist eine existentielle Situation und wir als Hochschule tragen die Verantwortung dafür, dass unsere Absolventinnen und Absolventen fähig sind, in dieser Situation fachlich auf hohem Niveau zu handeln und zugleich die beteiligten Menschen einfühlsam und verantwortlich zu unterstützen“, sagt Prof. Dr. Birgit Schaufler, Vizepräsidentin Studium und Lehre an der KSH München. Der neue Bachelorstudiengang fügt sich darüber hinaus in die Gesamtstrategie der Hochschule ein: „Unsere Hochschule ist sehr daran interessiert, ihre Angebotsstruktur im Bereich der Gesundheitswissenschaften auszubauen. Mit dem Studium Hebammenkunde gehen wir hier einen sehr bedeutsamen Schritt in unserer Positionierung als spezialisierte Bildungseinrichtung“, betont Hochschulpräsident Prof. Dr. Hermann Sollfrank.


Engste Verzahnung von Theorie und Praxis

In enger Theorie-Praxisverschränkung werden hebammenkundliches Wissen und die dazu nötigen Grundlagen aus Medizin, Gesundheits-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, Ethik, Recht und Management vermittelt. Das Studium wird in Blockstruktur angeboten. Phasen theoretischer und handlungsbezogener Lehre an der Hochschule wechseln ab mit Praxiseinsätzen in der LMU Frauenklinik. Auf Lehreinheiten an der Hochschule und im hochschuleigenen Simulationslabor folgen Blöcke praktischer Einsätze in Kreißsälen, auf Wöchnerinnen- und Säuglingsstationen bzw. in Kinder- und Familienzimmern und außerklinische Einsätze in ambulanten Settings. Die klinischen Praxisphasen werden am Klinikum der Universität München unter Anleitung erfahrener Hebammen, Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte und Praxisanleiterinnen des Klinikums erbracht. „Ich freue mich, dass der Studiengang zum Wintersemester beginnt, zugleich bin ich etwas wehmütig, wenn ich daran denke, dass die über 240-jährige Geschichte der Münchner Hebammenschule zu Ende geht“, sagt Marianne Kerkmann, leitende Lehrhebamme der Staatlichen Berufsfachschule für Hebammenschule am Klinikum der LMU München. „In den letzten 100 Jahren wurden in der Frauenklinik Maistraße 2.400 Hebammen ausgebildet. Wir helfen nun dabei mit, dass diese Expertise nicht verloren geht und die hochwertige Hebammenausbildung in München ihre Fortsetzung findet.“

Neben einer wissenschaftsbasierten und praxisnahen inhaltlichen Ausrichtung auf Basis aktueller hebammenwissenschaftlicher Forschungsergebnisse wird explizit auch das nötige betriebswirt-schaftliche Wissen für die freiberufliche Hebammentätigkeit inklusive aktueller IT-Lösungen vermittelt. Lehrende sind Professorinnen und Professoren der KSH München, erfahrene und hochqualifizierte Praktikerinnen und Praktiker der Universitätsfrauenklinik, Lehrbeauftragte aus Wissenschaft und Praxis.

 

> die Mitteilung als PDF

 

> Statements zum Hebammenstudiengang von Vetreteterinnen und Vertreter der Ministerien, der KSH-Fakultät Gesundheit und Pflege und dem Klinikum der LMU München

 

Pressekontakt

Katholische Stiftungshochschule München
Hochschulkommunikation
Sibylle Thiede
Preysingstraße 83, 81667 München
Tel.: 089-48092-8466
E-Mail: sibylle.thiede@ksh-m.de


Klinikum der LMU München
Stabsstelle Kommunikation und Medien
Philipp Kreßirer
Pettenkoferstr. 8a, 80336 München
Tel.: 089-4400-58070
E-Mail: philipp.kressirer@med.uni-muenchen.de

 

Bildnachweis: Vanda Lay/ photocase.de

 

Hochschule , Studieninteressierte