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Entwicklungsprojekt: Studiengang Community Health Nursing

Die Katholische Stiftungshochschule München konzipiert unter Förderung der Agnes-Karll-Gesellschaft für Gesundheitsbildung und Pflegeforschung im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und finanzieller Unterstützung der Robert Bosch Stiftung einen neuen Studiengang für ein neues Berufsbild – das Community Health Nursing. Der weiterbildende Masterstudiengang „Community Health Nursing“ (M.Sc.) soll zum Wintersemester 2020/21 akkreditiert und für Pflegefachpersonen studierbar sein.

Zum Hintergrund

Steckt die gesundheitliche Versorgung in der Krise? Verschiedene Trends beeinflussen die Versorgungssituation jedes einzelnen. Dazu gehören:

  • der demographische Wandel,
  • der Ärztemangel im ländlichen Raum,
  • die Zunahme an Zivilisationskrankheiten,
  • die Abnahme an pflegerischen und medizinischen Fachkräften und
  • fehlende Kooperationen innerhalb des Gesundheitssystems.

Mit dem Konzept „Community Health Nursing“ soll, dem Vorbild anderer Länder folgend, ein neues pflegerisches Berufsbild etabliert werden, dass sich diesen Herausforderungen annimmt.

Was ist Community Health Nursing?

Was in anderen Ländern wie beispielsweise Kanada, Finnland oder den USA schon längst etablierter Teil der gesundheitlichen Versorgung ist, soll nun auch für den deutschen Markt konzipiert und implementiert werden: die Community Health Nurses. Es handelt sich dabei um hochspezialisierte Pflegefachpersonen, die v. a. in der Primärversorgung erste Ansprechpartner für gesundheits- und krankheitsbezogene Fragen sind.

Community Health Nurses wissen ihre breit gefächerten Kompetenzen

  • settingbedingt, also in einem Stadtteil, einer bestimmten Einrichtung oder einer Region,
  • bevölkerungsabhängig, folglich auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe bezogen, wie ältere Menschen, Kinder, Flüchtlinge oder Wohnungslose und
  • krankheitsbezogen, wie beispielsweise Menschen mit einer chronischen Erkrankung

einzusetzen und können dabei eigenständig und/oder durch das multiprofessionell wirkende Team, in dem sie arbeiten, Entscheidungen zum Behandlungsprozess treffen.


Vor dem Hintergrund internationaler Erfahrungen können für den deutschen Raum folgende Kernkompetenzen und -aufgaben einer Community Health Nurse definiert werden:

  • Diagnose, Kontrolle und Überweisung: Neben der Anamnese, der körperlichen Untersuchung, einer Diagnosestellung und Behandlung, gehört auch das Umsetzen von Tests, die Messung von Vitalzeichen inklusive der Kontrolle medizinischer Parameter, die Überweisung und unter Umständen auch die Verordnung von Medikamenten zum Aufgabengebiet.
  • Koordinierung, Therapie-Management und Beratung: Koordinierung der Medikation, Einleiten der Therapie sowie die Überwachung der Therapietreue (Compliance bzw. Adhärenz) und Beratung zu Wechsel- und Nebenwirkungen.
  • Empowerment: Elementarer Bestandteile der Primärversorgung sind die Gesundheitsförderung und die Weitergabe von Gesundheitsinformationen.
  • Professionell leiten und kooperieren: Community Health Nurses sollen Gesundheits- bzw. Versorgungszentren leiten und die Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsprofessionen weiterentwickeln.
  • Einsatz neuer Technologien: Die Community Health Nurse sollte mit neuen Technologien (Telemedizin, Telenursing) im Gesundheitswesen vertraut sein und patientenzentriert einsetzen können.
Wissenschaftliche Projektleitung an der KSH München
Prof. Dr. Bernd Reuschenbach
Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin an der KSH München
Miriam Primig
+49 89 48092-8489

Weiterführende Informationen 

Auf der Website des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) finden sich unter dem Thema "Community Health Nursing" einige wichtige, weiterführende Veröffentlichungen zu Community Health Nursing und dem Einfluss auf die (kommunale) Gesundheitsversorgung in Deutschland, wie z. B. Community Health Nursing in Deutschland - Eine Chance für bessere Gesundheitsversorgung in den Kommunen, die wir Ihnen hier als PDF zur Verfügung stellen.

 

Gerne können Sie sich aber auch direkt auf die Website des Berufsverbands klicken.

 

 

Die Projektförderer

Agnes-Karll-Gesellschaft für Gesundheitsbildung und Pflegeforschung
im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK)

 

 

 

Die anderen beiden geförderten Hochschulen