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Feierlicher Abschluss der beruflichen Fortbildung „Zertifizierte/r Generationenmanager/in (KSH München)“

KSH, Campus Benediktbeuern,

Am 21. November feierten die ersten Absolventen der beruflichen Fortbildung „Zertifizierte/r Generationenmanager/in (KSH München)“ am Campus Benediktbeuern ihren erfolgreichen Abschluss. Die Fortbildung, die im Juni erstmals an der Hochschule angeboten wurde, verzeichnet durchweg positive Resonanz. Das zeigte sich auch an dem feierlichen Rahmen und der guten Stimmung während der Zertifikatsverleihung.

 

Benediktbeuern, 02.12.2019 – Die Feierlichkeit im Barocksaal des Klosters startete mit einer Begrüßung durch Prof. Dr. Daniel Flemming, Direktor des Instituts für Fort- und Weiterbildung an der KSH München, und mit einer Projektpräsentation der Absolventen. In den fast eineinhalb Stunden, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zertifizierung ihre Ziele, Herangehensweise und auch Projekterfolge erläuterten, zeigte sich deutlich, wie facettenreich eine generationsübergreifende Arbeit sein kann. So beschrieb beispielsweise ein Teilnehmer die Konzeption und Umsetzung des offenen „Treffpunkts“ im Haus der Begegnungen in Grünwald – einem Mehrgenerationenhaus mit 56 Wohnungen, in denen junge Familien, Senioren und Bürger leben, die sich in Grünwald ehrenamtlich engagieren und auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind. Eine andere Teilnehmerin widmet ihr Projekt einem „Garten für alle“. In Strullendorf, einem 8000 Einwohnerdorf in Oberfranken (Landkreis Bamberg), fehlt bislang ein öffentliches Zentrum der Begegnung, einen Marktplatz oder Stadtkern gibt es in dem Durchgangsdorf nicht. Durch einen integrativen und interkulturellen Gemeinschaftsgarten auf dem Gelände eines Mehrgenerationenhauses soll ein Ort der Begegnung, des Miteinanders, für sportliche Aktivitäten, Gartenarbeit, gemeinsame Freizeitgestaltung und für Feste entstehen. In einer weiteren Projektarbeit mit dem Titel „Stadt(s)pass – Generationen entdecken unsere Stadt“ geht es darum, dass sich unterschiedliche Generationen in Waldmünchen (Landkreis Cham, Oberpfalz) miteinander vernetzen, voneinander lernen und sich einander Zeit schenken. Durch das gemeinsame Erleben von Heimat soll eine neue Verbundenheit geschaffen werden, die in vielen Grenzregionen Bayerns bereits verloren gegangen ist. Die Projektinitiatorin wünscht sich durch gezielte, intergenerative Aktionen aktiv dazu beizutragen, dass sich die Menschen mit ihrem Heimatort identifizieren und sich die sozialen Netzwerke in Waldmünchen festigen.

Die aufschlussreichen Projektpräsentationen mündeten in Grußworte und Ansprachen im Barocksaal. Prof. Dr. Martina Wolfinger, Vizepräsidentin der KSH München, hob hervor, wie sehr dieser erste Durchgang der Zertifizierung zur „Generationenmanagerin (KSH München)“ bzw. zum „Generationenmanager (KSH München)“ dazu beigetragen hat, unter den Teilnehmern „Räume der Begegnung zu schaffen“. Ihr ausdrücklicher Dank ging an Prof. Dr. Dorit Sing, Professorin an der KSH München und Kursleiterin, und an Dr. Andrea Kenkmann vom Kompetenzzentrum „Zukunft Alter“, die die Praxisphasen koordinierte. Die berufliche Fortbildung, die sich aus den fünf Modulen „Generationenübergreifende Arbeit“, „Sozialraumorientierung“, „Management von Netzwerken“, „Kreative Aktionen und Kampagnen“ und „Evaluation und Nachhaltigkeit“ zusammensetzt und seit Juni zum Fortbildungsangebot der KSH München gehört, endete Mitte November mit der ersten Kohorte. 17 Absolventen und eine Teilnehmerin, die nicht an der zertifikatsrelevanten Projektarbeit teilnahm, feierten am 21. November den Abschluss einer Fortbildung, die sich in ihrem Schwerpunkt sowohl wissenschaftlich und theoretisch als auch praxisbezogen mit generationsübergreifender Arbeit befasst.

Dr. Andreas Frank, Leiter des Referats für Grundsatzfragen der Generationenpolitik im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, sprach von einem Abschluss und zugleich einem Neuanfang für die Teilnehmer. „Großartiges“, so seine Worte, „entsteht nicht in der Komfortzone“. Er lobte die Teilnehmer für ihr herausragendes Engagement und ihre Motivation, sich – neben ihrem Beruf – in der Mehrgenerationenarbeit auszubilden. „Unsere Gesellschaft lebt von den Menschen, die sich aktiv einbringen. Hier haben Sie sich, liebe Absolventinnen und Absolventen, bereits verdient gemacht.“ Die Fortbildung, die vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert wird, ist bereits für den 2. Durchgang im Jahr 2020 bewilligt. Sie soll im Mai starten, im nächsten Jahr wird es wieder 20 Teilnehmerplätze geben.

In den abschließenden Worten der Teilnehmerin Susanne Nock (Waldmünchen) ging es dann vor allem auch nochmal darum, wie sehr sich in den vergangenen Monaten eine Verbundenheit zwischen den Teilnehmern, aber auch zwischen Teilnehmern und Lehrenden entwickelt hat. Susanne Nock würdigte den großen Praxisbezug und freute sich über die Einblicke, die sie beispielsweise im Rahmen der Fortbildung in agiles Projektmanagement erhielt. Sie seien stolz auf ihren Abschluss, aber auch „alle ein wenig wehmütig“, weil die lehrreichen Monate am Campus Benediktbeuern nun vorbei seien. Mit ihrem neugewonnen Wissen wollen sie die Generationen miteinander vernetzen, zur Integration beitragen: „Wir sind die Spinnen im Netz“, sagt die Oberpfälzerin mit Nachdruck und lässt es sich nicht nehmen, auf eine mögliche Hürde in der Umsetzung hinzuweisen: „Doch eine Vernetzung gestaltet sich schwierig, wenn Projektanträge nicht bewilligt werden oder zu viel Zeitaufwand bedeuten.“


Zur Fortbildung und ihrer Zielgruppe: Mittlerweile gibt es verschiedene Fortbildungsangebote im Bereich der generationenübergreifenden Arbeit, die sich in der Regel nicht nur an Beschäftigte von Einrichtungen, sondern auch an Ehrenamtliche richten und ihren Fokus auf die Gestaltung konkreter Angebote legen. Die Zielgruppe der/des "Generationenmanagers/in (KSH München)" hingegen sind hauptamtlich Tätige, die vor dem Hintergrund des demografischen und gesellschaftlichen Wandels ihr Wissen vertiefen, neue Initiativen kennenlernen und die eigene Praxis mit anderen gemeinsam reflektieren wollen, um so neue Impulse für die Arbeit vor Ort zu gewinnen. „Die Fortbildung legt ihre Schwerpunkte auf einen strukturellen, bedarfsgerechten Auf- und Ausbau von intergenerationalen Angeboten sowie den erforderlichen Netzwerken. Um in diesen Bereichen aktiv zu werden, bedarf es spezifischer Kompetenzen bei den Akteurinnen und Akteuren – sei es in den Kommunen, in Mehrgenerationenhäusern und Freiwilligenagenturen oder in Einrichtungen der Wohlfahrtspflege. Die Fortbildung vermittelt den Teilnehmenden fundiertes Wissen, stellt gelungene Beispiele aus der Praxis vor und ermöglicht in Form eines selbst geplanten und durchgeführten Projekts, die erworbenen Kenntnisse auch direkt auf das eigene Arbeitsfeld anzuwenden“, erklärt Kursleiterin Prof. Dr. Dorit Sing. „Der Fortbildung liegt ein anspruchsvolles und umfassendes Curriculum zugrunde, die Projektarbeit wird von Angehörigen der Hochschule professionell begleitet.“

 

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Presse Kontakt

Sibylle Thiede

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