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Forschungsprojekt zur Gesundheitsversorgung und -förderung wohnungsloser Menschen nimmt Fahrt auf

KSH, Campus München,

Der Katholische Männerfürsorgeverein München e.V. (KMFV) und die Katholische Stiftungshochschule München (KSH München) bringen ein gemeinsames Forschungsprojekt zu „Neue Weg in der Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung wohnungsloser Menschen“ auf den Weg. Hierdurch sollen Versorgungsdefizite identifiziert, Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet und neue Versorgungskonzepte entwickelt und erprobt werden. Finanziert wird das Forschungsprojekt von der Erzdiözese München und Freising.

 

Wohnungslosigkeit stellt in München und den umliegenden Landkreisen eines der zentralen sozialen Probleme dar. So waren im August 2019 ca. 8.700 Menschen wohnungslos, davon ca. 1.700 Kinder. Neben fehlendem Wohnraum, Arbeitslosigkeit und Straffälligkeit sind psychische und somatische Erkrankungen zusätzliche Faktoren für Wohnungslosigkeit. Über den großen somatomedizinischen Behandlungsbedarf hinaus, litten den Ergebnissen der „SEEWOLF-Studie“ zur Folge 93,3 % der Befragten wohnungslosen Menschen im Laufe ihres Lebens an einer psychiatrischen Erkrankung, 55 % erfüllten die diagnostischen Kriterien mindestens einer Persönlichkeitsstörung.


Die vielfältigen gesundheitlichen Einschränkungen und die Multidisziplinarität des Versorgungs- und Hilfssystems stellen eine große Herausforderung für die Umsetzung der gesundheitlichen Versorgung und Gesundheitsförderung wohnungsloser Menschen dar. Ziel des Forschungsprojektes ist es daher, Versorgungsdefizite von wohnungslosen Menschen hinsichtlich ihrer medizinischen, pflegerischen, psychiatrischen und psychosozialen Versorgung zu identifizieren, Verbesserungsmöglichkeiten und deren Umsetzung anhand von Qualitätsindikatoren aufzudecken und neue Versorgungskonzepte zu entwickeln und zu erproben.


In Zusammenarbeit mit zahlreichen Akteuren auf dem Feld der Wohnungslosenhilfe wurden bereits einige Untersuchungsschwerpunkte skizziert. Hierzu gehört einerseits die Erhebung von Daten zu den Pflegebedarfen, zur medizinischer Versorgung, zu Mortalitäten und unvorbereiteten Entlassungen wohnungsloser Menschen aus dem Krankenhaus. Anderseits sollen neue Ansätzen zur Verbesserung der medizinischen Versorgung und Gesundheitsförderung verfolg werden. Hierzu gehören:

  • die Vernetzung von Arztpraxen,
  • die Erprobung gesundheitsfördernder Konzepte,
  • die Verbesserung des Zugangs zu niedrigschwelliger psychiatrischer Versorgung und
  • die Verbesserung der ambulanten und stationären Versorgung für pflegebedürftige wohnungslose Menschen.

Aufgabe des Forschungsteams wird es nun sein, diese skizierten Untersuchungsschwerpunkte zu konkretisieren und im Rahmen des Forschungsauftrages zu untersuchen. „Der Bereich der Forschung ist fest in der DNA des KMFV verankert. Dies zeigt nicht zuletzt unsere Mitwirkung an der Fichter- sowie der SEEWOLF-Studie. Das Forschungsprojekt ist somit eigentlich eine logische Konsequenz daraus. Es wird uns in einem wichtigen Teilbereich der Wohnungslosenhilfe neue Erkenntnisse und an den Bedarfen der von uns betreuten Menschen ausgerichtete Versorgungskonzepte bringen. Wichtig wird es dabei sein, alle an der Versorgung wohnungsloser Menschen beteiligte Träger und Leistungserbringer einzubinden, um das bestmögliche Ergebnis in der Praxis zu erzielen“, erklärt Ludwig Mittermeier, Vorstand des KMFV.


„Bereits seit vielen Jahren gibt es eine intensive und erfolgreiche Verbindung zwischen der KSH München und dem KMFV, die eine enge Vernetzung zwischen Forschung und Praxis im Bereich der Wohnungslosenhilfe ermöglicht. Nicht zuletzt ist hier die gemeinsame Kooperation im Studium mit vertiefter Praxis zu erwähnen. Ich denke, dass das Forschungsprojekt zu einer weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit führen wird, auf die sich beide Seiten freuen“, ergänzt Prof. Dr. Hermann Sollfrank, Präsident der KSH München und lobt, dass das Erzbistum die Finanzierung des Projektes übernommen hat.


Frau Andrea Thiele, Abteilungsleiterin beim Erzbischöflichen Ordinariat, weist darauf hin, dass Herr Kardinal Reinhard Marx das Forschungsprojekt begrüßt. Es habe auch eine besondere Bedeutung für die Verwirklichung des karitativen Auftrags der Kirche und für das Erzbistum.


Die wissenschaftliche Gesamtleitung des Projektes obliegt Prof. Dr. Peter Franz Lenninger von der KSH. Mit der Projektleitung ist Dr. Gerd Reifferscheid vom KMFV beauftragt. Unterstützt werden beide von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Vera Richter. Finanziert wird das Projekt, das Mitte 2023 abgeschlossen sein soll, von der Erzdiözese München und Freising.

 

> Die Mitteilung als PDF-Datei
> Weitere Information zu dem Projekt finden sich auf der Webseite zum Projekt.

 

 

Bildquelle: Adobe Stock/Halfpoint

 

Presse Kontakt

Sibylle Thiede (KSH München), Ralf Horschmann (KMFV)

Tel.: +49 48092-8466 (KSH München)/ +49 51418-30 (KMFV)

E-Mail-Adresse: sibylle.thiede@ksh-m.de

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