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38. Benediktbeurer Management-Gespräche: Gesundheit – eine Führungsaufgabe

KSH, Campus Benediktbeuern,

Bild: Barocksaal, Fotograf: Moritz Ewert

 

Am 13. Oktober fanden ab Nachmittag die 38. Benediktbeurer Management-Gespräche im Barocksaal des Klosters in Benediktbeuern statt. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Gesundheit von Mitarbeitern als Führungsaufgabe.

 

Benediktbeuern, 16.10.2017 – Die digitalisierte Arbeitswelt ist komplex, sie erfordert hohe Flexibilität, Arbeitszeiten werden unregelmäßiger, der Termindruck steigt, die Anforderungen und der Leistungsanspruch sind hoch. Je digitalisierter und schnelllebiger die Arbeitsabläufe, umso wichtiger wird es für Unternehmen der einhergehenden gesundheitlichen Belastung ihrer Mitarbeiter frühzeitig gegenzusteuern – und hierbei ist vor allem die Chefetage gefordert. „Chefs in der Verantwortung für gesunde Mitarbeiter“, so titelte erst kürzlich die Ärztezeitung, die sich in dem folgenden Beitrag auf eine Studie des Instituts für Betrieblich Gesundheitsberatung, der Techniker Krankenkasse und der Haufe Gruppe beruft. Im Rahmen dieser Studie wurden über 800 Geschäftsführende, Personaler und Verantwortliche nach einer der größten Herausforderungen heute bzw. in Zukunft befragt; neun von zehn Befragten nannten „die Führungskräfte“ als wichtigste Stellschraube für die Gesundheitsförderung ihrer Beschäftigten.

Das Thema Gesundheit ist demzufolge eine Führungsaufgabe – und bot sich den beiden Initiatoren Egon Endres und Michael Thiess als Thema von hoher Aktualität für die 38. Benediktbeurer Managementgespräche, die am Freitag, 13. Oktober im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern stattfanden. Michael Thiess, Inhaber von MICHAEL THIESS Management Consultants in München, weist darauf hin, wie eng Gesundheit und Mitarbeitermotivation miteinander verbunden sind: „Motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter sind entscheidend für den Erfolg von Unternehmen, die immer intensiver um die besten Talente werben. Die herausragende Stellung dieser Ressource wird insbesondere durch die Fürsorge des Managements hinsichtlich der Gesundheit der Beschäftigten, der behutsamen Steuerung von Belastungen sowie dem verantwortungs- und verständnisvollen Umgang mit von Krankheit betroffenen Mitarbeitern demonstriert.“ Mitinitiator Egon Endres, Professor an der Katholischen Stiftungshochschule München, geht ergänzend auf die wesentlichen Gesundheitsfaktoren ein: „In vielen Studien konnte gezeigt werden, dass starke Belastungen am Arbeitsplatz vor allem dann entstehen, wenn die Betroffenen nur geringe Handlungsspielräume haben. Als wesentliche Gesundheitsfaktoren haben sich insbesondere Wertschätzung und Anerkennung herausgestellt. Um es auf den Punkt zu bringen: Eine wertschätzende Führungskultur hilft Stress zu reduzieren.“

Doch, wie stark hängen Erkenntnis und Umsetzung zusammen? Wie gesundheitsfördernd positionieren sich Unternehmen bereits? An dem Freitagabend, an dem rund 60 Führungskräfte in Tischgruppen zusammensaßen, wurde intensiv darüber debattiert, wo das eigene Unternehmen steht, welche Maßnahmen bereits ergriffen und welche noch realisiert werden müssen, um die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern und zu gewährleisten. Die beiden Impulsgeber des Abends – Jens Gerhardt, Vorstand der Betriebskrankenkasse der BMW AG und Heiner Böckmann, Geschäftsführer Heilpädagogische Hilfe Osnabrück – warfen einen differenzierten Blick auf bestehende Angebote, ihre Aufgabe als Führungskraft und auch auf die Grenzen ihrer Verantwortung. „Die Gesundheit der Mitarbeiter“, so betonte Jens Gerhardt zu Beginn seines Impulses, „ist eng verbunden mit einem gesunden Führungsstil. Führungskräfte der BMW Group nehmen deswegen auch grundsätzlich an Seminaren zum Thema ‚Gesundheit und Führung‘ teil. Darüber hinaus sind – durch den Bereich Arbeitsumfeld und Gesundheit – gesundheitsorientierte Rahmenbedingungen fest in der Unternehmenskultur verankert.“ Dies ist z. B. das Programm „Heute für morgen“, in dem junge Mitarbeiter gesund altern und Ältere ihre Stärken gezielt einbringen können. Die Werksärzte an allen Standorten, die Gestaltung von Ruhe- oder Fitnessräumen sowie gesunde Gerichte in der Betriebsgastronomie tragen ebenso dazu bei. Als trägerbezogene Betriebskrankenkasse agiert die BMW BKK vor Ort, indem sie „von Kollege zu Kollege“ und in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz berät. Die Angebote, die der Impulsgeber exemplarisch aufführte, teilen sich auf verschiedene Präventionsfelder auf. „Wir bieten im Bereich psychische Gesundheit einen psychologischen Beratungsservice, führen bedarfsorientiert Veranstaltungen zum Thema Stressmanagement durch. Die Darmkrebsprävention in unserem Trägerunternehmen wurde bereits zwei Mal ausgezeichnet. Mit dem Gesundheitspreis der BMW BKK im Rahmen der Initiative Gesundheit der BMW Group motivieren wir Mitarbeiter dazu, eigenverantwortlich kreative und innovative Ideen zum Erhalt der langfristigen Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Diese Ideen unterstützen wir mit einer finanziellen Förderung.“

Auch im zweiten Impuls wurde deutlich, wie sehr die Führung eines Unternehmens oder einer Institution mit der Gesundheit einzelner Mitarbeiter zu tun hat. Heiner Böckmann sprach in diesem Kontext von einer „inneren Haltung“: „Wenn ich als Führungskraft aus innerer Überzeugung dieses Thema auf den Weg bringe, dann trage ich dazu bei, dass Gesundheit ‚gelebt‘ wird. Ich teile mit meinen Mitarbeitern eine gemeinsame Vision, bin dabei authentisch und glaubhaft. Dadurch entsteht ein sich ständig weiterentwickelndes System, das Gesundheitsmanagement wird zu einem gelebten Erfolgsfaktor.“ Der Ansatz in der Heilpädagogischen Hilfe ist dabei ganzheitlich: die Mitarbeiter werden von Beginn an „gut eingeführt“, erhalten Einarbeitungspläne und Willkommenstage; wie auch bei der BMW Group werden Mitarbeiter regelmäßig befragt, Kompetenzentwicklung durch z. B. durch so genannte Zukunftsgespräche gefördert. Auch hier werden Seminare zur Stressreduktion oder auch zum Zeitmanagement angeboten, es gibt ein Firmen-Fitness-Programm, eine betriebliche Sozialberatung oder Maßnahmen wie „Mit dem Rad zur Arbeit“ oder die Gestaltung ergonomischer Arbeitsplätze.

An Grenzen geraten allerdings alle Maßnahmen und Anregungen dann, wenn der eigene Antrieb fehlt: „An erster Stelle steht zunächst die Eigenverantwortung eines jeden selbst, sich aktiv um seine Gesundheit zu kümmern“, so Jens Gerhardt. „Das Zusammenspiel von beruflicher und privater Anforderung in Verbindung mit beruflicher und privater Ressource beeinflusst in hohem Maße die Lebensqualität und Zufriedenheit der Mitarbeiter – und die Einflussmöglichkeiten einer Führungskraft enden an der Schwelle zum Privatleben.“ Hier bleibt einem Unternehmen allerdings die Möglichkeit, in die Angebote nicht ausschließlich die Mitarbeiter, sondern auch deren Familien einzubeziehen. Bei der BMW BKK schließt der psychologische Beratungsservice beispielsweise Mit-arbeiter und auf Wunsch auch Familienangehörige mit ein.

Bildmaterial
Unter https://www.dropbox.com/sh/cpcsi7rg5hkwd13/AAC04N0rQ6Y7k11jsX-4Z_BUa?dl=0 finden Sie entsprechendes Bildmaterial. Bei Fragen können Sie sich gerne an den unten aufgeführten Pressekontakt wenden. Bitte führen Sie als Bildquelle den Fotografen Moritz Ewert auf.

 

> die Mitteilung als PDF

 

Presse Kontakt

Sibylle Thiede

Tel.: +49 48092-1466

E-Mail-Adresse: sibylle.thiede@ksh-m.de

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