1. EduLab

EduLab Kindheitspäda­gogik am Campus München

Mit dem EduLab Kindheitspädagogik ergänzt die KSH München ihr Studienangebot für die kindheitspädagogischen Studiengänge. In dem innovativen Lehr- und Lernsetting können Studierende ihre didaktisch-methodischen Kompetenzen für die elementare Bildung von Kindern in Kindergärten, Krippen, Horten, Grundschulen mit Ganztagsangeboten sowie in der Kindertagespflege systematisch aufbauen und weiterentwickeln.

Das EduLab an der KSH Muenchen für die elementare Bildung von Kindern in Kindergaerten.

Schnittstelle zwischen Praxis, Wissenschaft und Forschung

Lehr- und Lern-Labore (Education Laboratories) sind speziell gestaltete Lernsettings, die den Erwerb von Handlungskompetenzen und Professionswissen fördern und eine theoriegeleitete Reflexion didaktischer Handlungsformen ermöglichen. Sie fungieren als Schnittstelle zwischen Praxis, Wissenschaft und Forschung.

Studierende können im EduLab Kindheitspädagogik der KSH ihr didaktisch-methodisches Handeln nicht nur wissenschaftlich fundieren und entwickeln, sondern auch in der Praxis erproben und kritisch evaluieren. Daraus lassen sich wiederum Erkenntnisse für den Professionalisierungsprozess ableiten. So entsteht ein Kreislauf forschenden Lernens, in dem pädagogisch-praktisches Handeln und wissenschaftlich geleitetes Reflektieren fortlaufend miteinander verknüpft werden. 

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

Das EduLab Kindheitspädagogik präsentiert eine ausgewählte Sammlung von Spiel- und Lernmaterialien für die gesamte Kindheit. Über Tablet-PCs können Studierende digitale Lehr-Lernelemente aufrufen, die über den Einsatz dieser didaktischen Materialien, ihre wissenschaftliche Verortung und Relevanz für die pädagogische Praxis informieren. Das EduLab wird auf vielfältige Weise eingesetzt:

  • Das EduLab ist in die Lehre ausgewählter Studienmodule der kindheitspädagogischen Studiengänge integriert.
  • Im Rahmen tutoriell begleiteter Öffnungszeiten können Studierende an sechs Terminen pro Semester das EduLab besuchen, interessengeleitet Materialien erkunden und didaktisches Wissen aufbauen – „EduLab für alle“.
  • Zur Vertiefung ausgewählter didaktischer Themen werden EduLab-Workshops angeboten.

Das EduLab Kindheitspädagogik besteht aus einer breiten Sammlung didaktischer Materialien zur Elementarbildung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit – basierend auf den bei uns wichtigsten pädagogischen Konzepten und aktuellen didaktischen Entwicklungen. Dazu gehören unter anderem Fröbels Spielgaben, Montessori-Materialien und Waldorfspielzeug. Außerdem finden sich im EduLab eine große Bewegungslandschaft von Hengstenberg, Bauhaus-Materialien sowie Elemente zur frühen naturwissenschaftlichen und musikalischen Bildung.

Digitale und analoge Lernressourcen

Nutzer:innen des EduLab können die didaktischen Materialien entlang eigener Interessen und Fragestellungen erkunden und ausprobieren, gemeinsam reflektieren und dokumentieren.

Zusätzlich finden sich auf Tablets und Bildschirmen Videoclips, Präsentationen und Übungseinheiten, die wissenschaftliche Grundlagen und methodische Handlungskonzepte erklären und fundierte Einblicke in Fachdiskurse und Forschungsbefunde zur Elementardidaktik geben.

Studierende der Kindheitspädagogik setzen sich dadurch intensiv mit der Entstehung und Entwicklung der jeweiligen Didaktik, den jeweils zugrundeliegenden anthropologischen und bildungstheoretischen Annahmen sowie mit den damit verknüpften pädagogischen Rollenbildern und Handlungserwartungen auseinander. Sie werden befähigt, die Informationen in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs einzuordnen.

Auch Lehrveranstaltungen der kindheitspädagogischen Studiengänge sind im EduLab Kindheitspädagogik vorgesehen. Für die Zukunft ist geplant, in einer laborähnlichen Umgebung die didaktische Interaktion zwischen (angehenden) Kindheitspädagog:innen und Kindern zu erforschen und Erkenntnisse für den Professionalisierungsprozess in Aus-, Fort- und Weiterbildung abzuleiten.

Sie möchten das EduLab Kindheitspädagogik kennenlernen oder für ein Seminar bzw. eine Lehrveranstaltung nutzen? Dann melden Sie sich gerne bei uns.

Kontakt

Wir sind für Sie da

Bitte beachten Sie, dass ein Besuch nur nach vorheriger Anmeldung möglich ist.

Prof. Dr. Helga Schneider
  • Brüning, A.-K. (2018). Das Lehr-Lern-Labor „Mathe für kleine Asse“: Untersuchungen zu Effekten der Teilnahme auf die professionellen Kompetenzen der Studierenden. Berlin: Springer-Verlag
  • Brüning, A.K.; Käpnick, Friedhelm; Weusmann, Birgit; Köster, Hilde & Nordmeier, Volkhard (2020). Lehr-Lern-Labore im MINT-Bereich – eine konzeptionelle Einordnung und empirischkonstruktive Begriffskennzeichnung. S. 13-26
  • Komorek, M. (2011). Schülerlabore als außerschulische Lernorte. In: A. Fischer, V. Niesel & J. Sjuts (Hrsg.). Lehr-Lern-Labore und ihre Bedeutung für Schule und Lehrerbildung (S. 13-18). Oldenburg: Carl-von-Ossietzky-Univ., Didaktisches Zentrum (diz).
  • Roth, J. (2015). Lehr-Lern-Labor Mathematik – Lernumgebungen (weiter-) entwickeln, Schülerverständnis diagnostizieren.
  • Nordmeier, V., Käpnick, F., Komorek, M., Leuchter, M., Neumann, K., Priemer, B., Risch, B., Roth, J., Schulte, C., Schwanewedel, J., Upmeier zu Belzen, A. & Weusmann, B. (2014). Schülerlabore als Lehr-Lern-Labore: Forschungsorientierte Verknüpfung von Theorie und Praxis in der MINT-Lehrerbildung. Unveröffentlichter Projektantrag
  • Nordmeier, V.; Sambanis, M; Lücke, M; Klempin, Ch.; Seibert, D. & Rehfeldt, D. (2018). Mythos Praxis um jeden Preis? Die Wurzeln und Modellierung des Lehr Lern Labors. In: Die Hochschullehre Jahrgang 4/2018, online unter www.hochschullehre.org.