Fachkongress

Werdenfelser Weg

Der Werdenfelser Weg ist ein wegweisendes Modell, um Freiheitsbeschränkungen in der Pflege zu reduzieren. Jedes Jahr kommen bei dem gleichnamigen Fachkongress engagierte Fachkräfte aus Pflege, Medizin, Recht und Betreuung zusammen. Sie alle nutzen die Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen auszutauschen und voneinander zu lernen.

Fachtagungen ueber den Werdenfelser Weg

Was ist der Werdenfelser Weg?

Der Werdenfelser Weg basiert auf einem kooperativen Ansatz, der Pflegekräfte, Ärzt:innen, Betreuer:innen, Angehörige und Betroffene verbindet, um Entscheidungen im besten Interesse der Pflegebedürftigen zu treffen. Fixierungen sollen nur als letzte Maßnahme nach Prüfung aller Alternativen eingesetzt werden. Ein zentrales Element ist die Verfahrenspflegekraft, die als unabhängige:r Vermittler:in zwischen den Parteien agiert und sicherstellt, dass alle Perspektiven berücksichtigt werden. Ihr Ziel ist es, Lösungen zu finden, die die Freiheit der Betroffenen möglichst wenig einschränken.

Der Fachkongress

Der Fachkongress Werdenfelser Weg ist eine jährliche Veranstaltung, die Fachkräfte aus der Pflege, Medizin, Recht und Betreuung zusammenbringt, um sich über aktuelle Entwicklungen und Best Practices zur Vermeidung von Fixierungen und freiheitsentziehenden Maßnahmen auszutauschen. Expert:innen teilen ihre Erfahrungen und stellen innovative Ansätze vor, die den Schutz und die Würde der Pflegebedürftigen in den Mittelpunkt stellen. Der Fachtag bietet eine Plattform für Networking und den interdisziplinären Dialog, um gemeinsam Strategien zu entwickeln, die den Werdenfelser Weg weiter voranbringen und die Qualität der Pflege nachhaltig verbessern.

Eine besondere Kooperation

Diese Tagung wird seit 2013 gemeinsam vom Institut für Fort- und Weiterbildung (IF)  der KSH München und den Initiatoren des Werdenfelser Wegs, Dr. Sebastian Kirsch und Josef Wassermann, organisiert. Beide wurden für ihre Verdienste um die bayerische Justiz mit der Medaille für besondere Verdienste und dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Weiterführende Informationen zum Modell des Werdenfelser Wegs sowie aktuelle Details zum nächsten Fachtag finden Sie auf der offiziellen Website.

Weniger Fesseln, mehr Intelligenz – KI und Robotik als Gamechanger?

Wie lassen sich freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege vermeiden oder zumindest die Belastungen daraus verringern – und welche Rolle können neue Technologien dabei spielen? Der Fachkongress zum Werdenfelser Weg an der Katholischen Stiftungshochschule München greift diese zentrale Frage auf und bringt aktuelle pflegerische, rechtliche, ethische und technologische Perspektiven zusammen.

Im Mittelpunkt stehen Praxisbeispiele, Forschungsprojekte und Diskussionen zu Künstlicher Intelligenz, Robotik und digitalen Assistenzsystemen im Kontext von Pflege, Beziehungsgestaltung und Selbstbestimmung. Dabei wird der Werdenfelser Weg als bewährter Ansatz zur Vermeidung von Freiheitsentziehungen mit innovativen Lösungsansätzen aus Wissenschaft und Praxis verknüpft. Zugleich soll über Risiken neuer Technologien für die individuelle Freiheit von Pflegebedürftigen gesprochen und befähigt werden zu einem Abwägen von Chancen und Risiken im Einzelfall.

Die Tagung bietet Raum für fachlichen Austausch, kritische Reflexion und neue Impulse für eine Pflege, die Sicherheit gewährleistet, ohne Freiheit aus dem Blick zu verlieren.

  • Termin: 17.07.2026 - Online und Präsenz
  • Teilnahmegebühr:
    • 179 € Normalpreis
    • 149 € Early Bird Ticket bis 03.04.2026
    • 45 € für Studierende der KSH München
  • Programm und Anmeldung: Weitere Informationen finden Sie in unserem Infoblatt