Im Jahr 2009 wurde das fortgeschriebene Rahmenkonzept der Landesarbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege in Bayern (LAG Ö/F) zur Unterstützung von wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen veröffentlicht. Durch die Formulierung gemeinsamer Eckpunkte bietet es einen konzeptionellen Orientierungsrahmen für die Wohnungsnotfallhilfe in Bayern. Doch seit seiner letzten Überarbeitung hat sich sowohl das Ausmaß wie auch die Struktur von Wohnungslosigkeit verändert. Zudem wurde durch verschiedene Konzept- und Positionspapiere (z.B. Empfehlungen für das Obdach- und Wohnungslosenwesen) sowie politische Programme (z.B. den Aktionsplan „Hilfen bei Obdachlosigkeit“) eine strukturelle Weiterentwicklung der Wohnungsnotfallhilfe angestoßen – hin zu bedarfsgerechten und möglichst flächendeckenden Hilfeangeboten.
Das Zentrum für Forschung und Entwicklung (Z:F:E) ist die erste Anlaufstelle für Interessierte und Partner.
Projektziel:
Die übergeordnete Zielsetzung der Evaluation ist die Entwicklung fundierter Vorschläge für eine Aktualisierung und Weiterentwicklung der Eckpunkte des Rahmenkonzept im Spiegel qualitativer und quantitativer Veränderungen von Wohnungslosigkeit und seiner politisch-strategischer Rahmungen und Steuerungsansätze. Dabei kommt der Analyse der Zielgruppenveränderungen, der bestehenden, veränderten oder neu entstehenden Bedarfe sowie der strukturellen Herausforderungen der bayerischen Wohnungsnotfallhilfe eine besondere Bedeutung zu. Zur Erreichung der Projektziele wird ein integratives Mixed-Methods-Forschungsdesign entwickelt, in dem quantitative und qualitative Methoden unter Einbezug eines Mehrebenenansatzes miteinander kombiniert werden.
Projektleitung an der KSH:
Prof. Dr. Peter Franz Lenninger
Projektmitarbeit an der KSH:
Dr. Anna Tissot
Förderung:
Bayrisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS)/ Regierung von Mittelfranken
Laufzeit des Projekts:
01.02.2026 bis 31.01.2027