Ich habe die Zeit mit KSHer wunderbar in Erinnerung und würde jederzeit wieder teilnehmen, ohne zu zögern, denn KSHer hat meine eigene Entwicklung nachhaltig beeinflusst. Vor allem zwei Dinge habe ich gelernt: Ich bin stärker als ich dachte. Und: Frauen sind stark, vor allem gemeinsam.
Schon die Kick-off-Veranstaltung im Programm fand ich unfassbar inspirierend. Die Keynote von Ursula Männle hat mich sehr beeindruckt und es entstand eine ganz besondere Stimmung im Raum. So viel geballte Frauenpower, vor allem von jungen Frauen. Jede ist einzigartig und besonders, aber auf dieser Ebene haben wir uns alle getroffen.
Meine Mentorin Claudia Hauck hat mir gezeigt, dass Karrierewege über verschiedene Pfade verlaufen können und dass es immer mehrere Optionen gibt. Erst hatte ich das Thema „Führung“ und „Leitungsposition“ für mich gar nicht so auf dem Plan. In einer Sitzung mit Claudia Hauck haben wir dann aber an einer „idealen Führungsperson“ gearbeitet. Dabei habe ich gemerkt, dass es nicht die eine ideale Führungskraft gibt, sondern dass es viele Wege gibt in einer führenden Position zu agieren. Auch ich kann führen, auf meine Art und Weise. Führung ist für mich nicht mehr abwegig, sondern durchaus eine Option.
Das Netzwerk unter den Mentees war und ist für mich inspirierend und absolut bereichernd. Der Austausch mit den Mentees aus der Sozialen Arbeit hat mir nochmal neue Horizonte eröffnet. Jede von uns hat ihre eigene Meinung und Perspektive. Gerade als es im Praxiseinsatz im Studium mal nicht so glatt lief, konnte ich mich im Mentoring stärken. Ich habe gelernt, dass ich meine eigene Meinung im beruflichen Alltag – bestimmt und ruhig – einbringen kann. Mutig sein und sich trauen – ja, das ist mein Learning aus KSHer, denn: Was hält mich davon ab? Nichts! KSHer hat mir nochmal deutlich gemacht: Ich kann meine Stärke zeigen, meine Meinung vertreten, gerade auch männlichen Kollegen gegenüber. Denn jeder hat es verdient, respektvoll behandelt zu werden: der Chefarzt ebenso wie die junge Assistenzärztin.
Zudem ist mir das Thema Frauensolidarität wichtig geworden. Im Austausch mit Prof. Noweck ist mir bewusst geworden, warum sich Frauen häufig nichts gönnen und gegeneinander die Ellbogen ausfahren. Man sollte aber besser seine Kraft nutzen, um gemeinsam für etwas zu kämpfen, einzutreten oder Ziele zu erreichen, anstatt gegeneinander anzukämpfen! Meine Mentorin hat mich dann zu einer Anhörung im Bayerischen Landtag zur Änderung des Pflegendenvereinigungsgesetzes in Bayern mitgenommen, wo ich das Netzwerken unter Frauen und unter den Expertinnen und Experten live erleben konnte. Allein hätte ich mich das nie getraut. Doch zusammen wurde es zu einer unglaublich bereichernden Erfahrung.
In einem der Workshops haben wir mit Coach Anja Merkel erstmal visualisiert, wie wir uns unsere berufliche und private Zukunft vorstellen – und dann versucht, das in die Tat umzusetzen. Um die Ziele tatsächlich real werden zu lassen, haben wir im Nachgang ein „Erfolgsteam“ gegründet, in dem wir Mentees uns weiterhin gegenseitig bestärken wollen. So bleibt KSHer in meinem weiteren Karriereweg erhalten!
Alicia Wutz hat an der KSH München ihren Bachelor in Pflege (B.Sc.) abgeschlossen und war von 2022 bis 2023 Mentee in unserem Mentoring-Programm KSHer.