Erfahrungsbericht von Lilly Schüßler

Meine Teilnahme an KSHer war eine unglaublich bereichernde Erfahrung für mich. Das Programm war insgesamt sehr vielfältig und bot zwanglose, empowernde Austauschmöglichkeiten zwischen Flintas* und Frauen in Führungspositionen sowie verschiedenste inhaltliche Inputs, Workshops und Informationsmöglichkeiten. Diese Mischung und die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten haben eine ermutigende und unterstützende Atmosphäre geschaffen, die mir viel gegeben hat.

Erfahrungsbericht von Lilly Schuessler an einem Tisch, sie hat ein pinkes Buch in der Hand

Der Austausch mit meiner Mentorin Gabriele Stark-Angermeier, Vorständin des Diözesan-Caritasverbands, war besonders wertvoll, sehr hilfreich und lebendig. Es gab immer viel zu erzählen und zu lernen: von Tarifverhandlungen über das eigene Auftreten bis hin zu der Erkenntnis, wie nahbar Personen in solchen Positionen tatsächlich sein können. Diese Erfahrungen haben mir die Angst vor Hierarchien genommen und mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich aktiv einzubringen: Weg mit dem Unmut vor Hierarchien, rein ins Gespräch und in die Zusammenarbeit!

Ein besonderes Highlight war die Reise mit Frau Stark-Angermeier nach Rosenheim. Dort hatte ich die Möglichkeit, inhaltlich Neues zum Konzept der Sozialraumorientierung kennenzulernen und nachhaltige Netzwerke mit ihr und weiteren Personen aufzubauen – ein wertvoller Einblick in die praktische Sozialarbeit, der zum Nachdenken über Strukturen anregt!

Ein weiteres besonderes Event war der Workshop „Auf die Plätze, fertig, los“, bei dem wir ganz praktisch Werkzeuge an die Hand bekamen, um unsere Ideen zu verwirklichen. Die Methoden, die wir gelernt haben, waren nicht nur nützlich, sondern auch inspirierend und haben sehr viel Spaß gemacht.

Mut und Ausdauer zahlen sich aus – das war ein wichtiges Learning durch KSHer. Es lohnt sich, mutig zu sein und an seinen Zielen festzuhalten. Auch Führungskräfte wachsen in ihre Rollen hinein und entwickeln ihre Fähigkeiten und ihr Wissen durch Erfahrungen und Herausforderungen – es ist noch keine Meisterin vom Himmel gefallen! Selbst die großen Führungspersönlichkeiten haben klein angefangen.

Besonders toll fand ich es auch, in Berührung mit Frauen aus der Fakultät Pflege zu kommen. Dieser Austausch brachte mir nicht nur neue Erkenntnisse, sondern auch wertvolle Kontakte.

So nehme ich aus KSHer mit, dass es sich lohnt, mit anderen zusammenzuarbeiten, sich auszutauschen und zu lernen, welche Erfahrungen andere machen. Das gibt Kraft, stärkt die Solidarität unter Frauen und hilft dadurch, gemeinsam mehr zu erreichen. Es ist wichtig, dass wir als Frauen in patriarchalen Strukturen reflektieren, wie wir mit anderen Flintas* umgehen, denn nur so können wir dazu beitragen, gemeinsam problematische Strukturen zu bekämpfen. Solidarisch können wir gegen Ungleichheiten vorgehen und echte Veränderungen bewirken. So kann und will ich meinen Beitrag leisten und mitgestalten!

Ich freue mich darauf, die gewonnenen Erkenntnisse und Kontakte weiter zu nutzen und mich weiterhin aktiv für die Vernetzung und Unterstützung von Flintas* einzusetzen.

Lilly Schüßler hat an der KSH München ihren Bachelor in Soziale Arbeit (B.A.) abgeschlossen und war von 2022 bis 2023 Mentee in unserem Mentoring-Programm KSHer.