Dualer Partner werden: Soziale Arbeit dual (B.A.) öffnet sich für alle interessierten Träger und Einrichtungen

Was als Pilot startete, soll nun als dauerhaftes Studienangebot implementiert werden: Die KSH München öffnet zum Wintersemester 2027/28 das Bachelorstudium Soziale Arbeit dual für alle interessierten Praxispartner in der Sozialen Arbeit. Die überaus positive Bilanz, die Praxis und Hochschule aus dem Pilotprojekt ziehen, führt auf beiden Seiten zu einem Wunsch nach Verstetigung.

Vor zwei Jahren führte die Katholische Stiftungshochschule München zunächst am Campus München, ein Jahr später dann auch an ihrem Campus in Benediktbeuern das duale Studium „Soziale Arbeit dual (B.A.)“ ein. Was am Hochschulstandort München in einem kirchlichen Trägerverbund aus sechs Praxispartnern startete, wurde im Folgejahr bereits deutlich vergrößert: zum Studienstart in Benediktbeuern zählte die Hochschule bereits 15 Träger der Sozialen Arbeit, die sich vertraglich zur dualen Ausbildung verpflichteten. Nun soll der Pilot in ein Regelwerk überführt und alle interessierten Träger und Praxiseinrichtungen ab Wintersemester 2027/28 die Möglichkeit erhalten, dualer Praxispartner zu werden. 

Die überaus erfolgreiche Bilanz spricht dafür, das Studienangebot zu verstetigen: „Wir sind uns der widrigen Umstände durchaus bewusst. Sozialkürzungen sind an der Tagesordnung und für unser Praxisnetzwerk wird es perspektivisch herausfordernder, in eine Refinanzierung von Studienplätzen zu gehen“, sagt Prof. Dr. Andreas Schwarz, Vizepräsident Studium und Lehre an der KSH München. „Dennoch spricht unser bisheriger Erfolg für eine Fortsetzung. Unsere dualen Partner sind mit dem Niveau unserer Studierenden sehr zufrieden – unsere Studierenden wiederum geben uns sehr gutes Feedback, wenn es um die Verzahnung von Theorie und Praxis in den jeweiligen Studienmodulen geht.“ Die Studierenden und ihre Praxiseinrichtungen signalisierten zudem auch eine hohe Bereitschaft, über das Studium hinaus miteinander zu arbeiten. „Wir sehen einen besonders großen Vorteil unseres dualen Angebots darin, dass beide Seiten – Studierende und Praxis – auf den Prüfstand stellen können, ob sie dauerhaft zusammenpassen. Zudem haben unsere Praxispartner die einmalige Chance, Nachwuchskräfte nach ihren Bedürfnissen und Anforderungen zu qualifizieren. In Zeiten, in denen Einsparungen erforderlich und ein Stellenabbau unausweichlich sein werden, gewinnt eine gezielte Rekrutierung von Fachkräften noch stärker an Bedeutung.“

Anders als bisher haben künftige Praxispartner die Möglichkeit, ihr Angebot für beide Hochschulstandorte geltend zu machen. Die Idee des „Trägerverbunds“ bleibt dabei erhalten: Mindestens einmal im Jahr initiiert die Hochschule einen übergreifenden fachlichen Austausch, der die Dual-Partner miteinander in Verbindung bringt und neue Impulse für die duale Zusammenarbeit setzt.

Doch nicht nur die Praxis profitiert, auch die Hochschule sieht in dem dualen Studienformat einen deutlichen Mehrwert: Die dual Studierenden zeichnen sich z. B. durch ihr auffallend hohes Engagement und ihr Interesse aus. Ihre unmittelbare Anbindung an die Praxis sorgt für einen verstärkten Transfer von Praxiswissen in die Hochschullehre – und von Theoriewissen in die Praxis hinein. Durch Soziale Arbeit dual ist für manche Studierende auch erst der hochschulische Zugang entstanden: „Wir erreichen mit diesem dualen Studienformat eine Zielgruppe, die sich sonst nicht für ein Studium an einer Hochschule entschieden hätte. Unser Anspruch ist es, dieses Studienangebot nicht nur fortzuführen, sondern es zu erweitern und als Benchmark – vielleicht auch für andere Hochschulen – weiterzuentwickeln. Wir freuen uns auf jeden Praxispartner, der sich mit uns auf den Weg macht, Fachkräfte in der Sozialen Arbeit professionell auszubilden.“
 

Dualer Partner werden: 

Die Bewerbung für interessierte Praxispartner für das Wintersemester 2027/2028 läuft bis Ende Oktober 2026. Informieren Sie sich jetzt auf unserer Website unter Dualer Partner werden

Gerne können Sie auch persönlich auf uns zukommen:

Prof. Dr. Andreas Schwarz
Vizepräsident Studium und Lehre
andreas.schwarz(at)ksh-m.de 

Dr. Marion Peckmann
Referentin des Vizepräsidenten
marion.peckmann(at)ksh-m.de