Personeller Wechsel in der Hochschulleitung ab Oktober 2026: Johannes Bremer, Professor für Biblische Theologie am Campus Benediktbeuern, tritt im Oktober 2026 sein Amt als Vizepräsident Forschung und Entwicklung der Katholischen Stiftungshochschule München an. Er folgt auf Prof. Dr. Martina Wolfinger, die ab 2018 im Amt der Vizepräsidentin war.
Die KSH München hat ab Oktober einen neuen Vizepräsidenten: Prof. Dr. Johannes Bremer wurde am 23. März von der Versammlung der Katholischen Stiftungshochschule München gewählt und vom Stiftungsrat bestellt. Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Birgit Schaufler freut sich über das Wahlergebnis: „Mit Prof. Dr. Johannes Bremer gewinnt unserer Hochschule einen versierten Vizepräsidenten, der selbst über viele Jahre geforscht und sich in seiner akademischen Laufbahn im Bereich Forschung und Entwicklung kontinuierlich in die Netzwerkarbeit eingebracht hat. Ich freue mich schon sehr auf die kollegiale Zusammenarbeit in der Hochschulleitung. Zugleich gilt meine Anerkennung und mein großer Dank der Vorgängerin Prof. Dr. Martina Wolfinger, die in ihren Amtsjahren maßgeblich und mit viel Sachverstand und Innovationskraft dazu beigetragen hat, die Forschung an unserer Hochschule zu einem Bereich mit hohem Renommee und einem herausragenden Forschungsvolumen auszubauen. Ihrem unermüdlichen Engagement ist es zu verdanken, dass wir – als eine der kleinsten, nicht-staatlichen Hochschulen in Deutschland – in diesem Jahr gemeinsam mit der Evangelischen Hochschule Nürnberg ein eigenes Promotionszentrum eröffnen konnten.“
Als neu gewählter Vizepräsident Forschung und Entwicklung will Professor Bremer vor allem die Rahmenbedingungen voranbringen, die für die wissenschaftliche Nachwuchsförderung in der Forschung wichtig sind: So plant er beispielsweise, vorhandene Promotionskollegs und Wissenschaftsverbünde weiter zu stärken und auch neue Netzwerke für die Hochschule aufzutun. In der ersten Phase seiner Amtszeit möchte er aber vor allem verstehen und kennenlernen: „Bevor ich aktiv in die Gestaltung gehe, werde ich zuhören und lernen. Dazu sind mir Respekt, Wertschätzung und Teamorientierung wichtig – und daraus werden sich auch die Handlungsfelder für mein Tun ableiten“, sagt er. Eine seiner zentralen Aufgaben sieht er in der Profilierung: „Mein Ziel ist es, die KSH München als den Standort für menschenorientierte Forschung zu etablieren, an dem wir – auf Augenhöhe und konstruktiv – mit anderen Partnern zu einem echten Forschungscluster werden.“
Prof. Dr. Johannes Bremer studierte nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann von 2003 bis 2008 Katholische Theologie und Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Im Anschluss promovierte er mit einer Arbeit zur Armentheologie der Psalmen und des Psalters bei Frank-Lothar Hossfeld in Bonn zum Doktor der Theologie. In seiner interdisziplinär angelegten Arbeit (Exegese, Geschichte, Archäologie, Numismatik) stellte er u. a. die apriorische Verwobenheit zwischen Theologie und Sozialgeschichte heraus. Er arbeitete zeitgleich als Assistent am Lehrstuhl in Bonn und wechselte dann zum Erstellen einer Habilitationsschrift an die Ruhr-Universität Bochum mit weiteren Stationen an der Theologischen Fakultät Trier und der Universität Augsburg. Parallel entwickelte er ein zweites Standbein in der Erwachsenenbildung und war zuletzt Studienleiter an der Katholischen Akademie Erbacher Hof in Mainz.
2023 wurde er als Professor für Biblische Theologie an den Campus Benediktbeuern berufen und wirkte in verschiedenen Gremien und Kommissionen. Er ist zudem der Universität Pretoria als Research Associate verbunden. Wissenschaft durch Forschung immer weiterzubringen und auch andere dabei zu unterstützen, ist seine Leidenschaft. So war er jahrelang Mitglied des Early Career Research Boards der Research School der Ruhr-Universität Bochum, die u. a. Förderstipendien an junge Doktorandinnen und Doktoranden vergibt und initiierte dort eine Förderlinie zur Internationalisierung von Postdocs und Habilitandinnen und Habilitanden.