OVER-BEAS steht für die Optimierung der Versorgung beatmeter Patienten in der außerstationären Intensivpflege. Bisher gibt es noch keine Einschätzung zur Qualität der Versorgung aus der Perspektive außerklinisch beatmeter Menschen. Ebenso fehlt die Transparenz zum Versorgungsgeschehen an den Schnittflächen zwischen stationärer und außerstationärer Versorgung.
Außerklinisch beatmete Menschen, aber auch deren Angehörige, sowie an der Versorgung beteiligte Pflegende, Ärzte, Therapeuten und Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen.
Beschreibung der Versorgungssituation außerklinisch beatmeter Menschen für den bayerischen Raum im Hinblick auf die Qualität der Versorgung sowie die Identifikation von Optimierungsbedarfen.
Entwicklung geeigneter Interventionsstrategien zur Verbesserung der Versorgung außerklinisch beatmeter Menschen.
Basierend auf den Ergebnissen unserer Studie werden Empfehlungen für Interventionsstrategien zur Optimierung der Versorgung außerklinisch beatmeter Patienten entwickelt. Mögliche Interventionsstrategien beinhalten (1) die Erstellung eines Kompetenzkatalogs für professionelle Akteure und die Ableitung von Empfehlungen für Bildungsmaßnahmen, (2) die Entwicklung von strukturierten "clinical pathways" und (3) die Überführung der entwickelten Qualitätsindikatoren in einen Prüfleitfaden.
Seit den 1990er Jahren steigt die Anzahl an invasiven und nicht-invasiven Langzeitbeatmungen stark an. Das liegt am technischen Fortschritt und erweiterten therapeutischen Interventionsmöglichkeiten bei der künstlichen Beatmung. Die Zahl der außerklinisch beatmeten Menschen liegt in Deutschland, je nach Studie und Einschlusskriterium, zwischen 5.500 und 20.000 Personen.
Obwohl sich ein spezialisiertes Versorgungsangebot, sowohl im Bereich der eigenen Häuslichkeit als auch in den zunehmend entstehenden Intensiv-Wohngruppen entwickelt hat, gibt es kaum Informationen über die tatsächliche Versorgungssituation von außerklinisch beatmeten Menschen. Eine Einschätzung zur Qualität der Versorgung aus der Perspektive außerklinisch beatmeter Menschen fehlt ebenso, wie auch eine Transparenz zum Versorgungsgeschehen an den Schnittflächen zwischen stationärer und außerstationärer Versorgung.
Im OVER-BEAS Projekt werden verschiedene Forschungsmethoden miteinander kombiniert. Das Projekt beinhaltet
Die Ergebnisse der einzelnen Projektbausteine werden durch systematische Literaturrecherchen ergänzt und zueinander in Beziehung gesetzt.
Basierend auf den Ergebnissen unserer Studie werden Empfehlungen für Interventionsstrategien zur Optimierung der Versorgung außerklinisch beatmeter Patienten entwickelt. Mögliche Interventionsstrategien beinhalten:
Wissenschaftliche Projektleitung an der KSH München
Prof. Dr. Bernd Reuschenbach
bernd.reuschenbach@ksh-m.de
Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin an der KSH München
Lisa Fischer, Hanna Klingshirn, Michaela Mayer
overbeas@ksh-m.de
Das OVER-BEAS Projekt wird finanziert durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Förderung der Versorgungsforschung und wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl für klinische Epidemiologie und Biometrie der Universität Würzburg, sowie der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin am Universitätsklinikum Würzburg durchgeführt.