Ausstellung: Auf der Suche nach den Menschen, deren Menschsein ausgelöscht werden sollte

Datum

Ausstellungseröffnung: 12.11.2026

Uhrzeit

16.00 Uhr

Campus

Benediktbeuern

Eintritt

Ihre Teilnahme ist kostenfrei

Adresse

Don-Bosco-Straße 1, 83671 Benediktbeuern

Raum

Audimax

Die Ausstellung „Auf der Suche nach den Menschen, deren Menschsein ausgelöscht werden sollte” entstand im Rahmen des Projekts „Was bedeutet heute Erziehung/ Bildung/ Soziale Arbeit nach Auschwitz?“. Eine Studienreise führte zur KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau (Oswiecim, Polen). Bilder und Texte der Ausstellung stellen Momentaufnahmen unserer Eindrücke und Erkenntnisse während des Gedenkstättenbesuches dar. Jede Tafel vermittelt mit ausgewählten Bildern und in einem erläuternden Kommentar einzelne persönliche Einblicke in einen Verstehensprozess, der sich vor allem um die Frage dreht: Was bedeutete die scheinbar anonyme Dimension von Menschheitsverbrechen für die Menschen, die Opfer der Verbrechen? Wo finden wir heute an diesen Orten der Vernichtung die Menschen, deren Menschsein ausgelöscht werden sollte, um ihrer zu gedenken und sie zu würdigen: ihre Geschichten und Biografien, die Spuren ihrer Verfolgung und ihr Leiden?

Auf der Ausstellungseröffnung am 12. November berichten Studierende der KSH München über ihren Besuch an der Mahn- und Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau mit Dr. Eva Umlauf, Holocaustüberlebende und Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees. Dr. Eva Umlauf wird die Ausstellung mit einem Vortrag über die aktuellen Herausforderungen von Bildung und Erziehung „nach Auschwitz“ für Erinnerungskultur und den Kampf gegen Antisemitismus eröffnen. In ihrem aktuellen Buch „Genauso fängt es an“ nimmt sie darin eindrucksvoll Stellung.

Zur Person: Eva Umlauf wurde am 19. Dezember 1942 im Arbeitslager Nováky geboren. Nováky war ein Durchgangslager, aus dem die Menschen jüdischen Glaubens in Vernichtungslager nach Polen deportiert wurden. Auch Eva Umlauf wurde im Alter von knapp zwei Jahren zusammen mit ihrer schwangeren Mutter von Nováky nach Auschwitz deportiert. In Auschwitz angekommen, kam Eva auf die Krankenstation, die unter der Leitung von Josef Mengele stand. Am 27. Januar 1945 wurde das Lager durch die Rote Armee befreit und nach weiteren sechs Monaten kehrten Eva, ihre Mutter und die kleine Schwester in die Slowakei zurück. Der Vater überlebte die Deportation nicht. Später studierte Eva in Bratislava Medizin. Heute lebt sie in München, ist Kinderärztin und Psychotherapeutin und setzt sich aktiv gegen das Vergessen der NS-Zeit ein. 


Wann: 12.11.2026, 16.00 Uhr

Wo: im Audimax am Campus Benediktbeuern, Kloster Benediktbeuern, Don-Bosco-Straße 1, 83671 München

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet in der Reihe “KSH im Dialog” statt, die von der Hochschule angeboten wird und zu der alle Interessierte herzlich eingeladen sind.


Bildquelle: Simon Münzer