Gesellschaft verändert sich. Der demographische Wandel bringt eine steigende Zahl älterer Menschen mit sich. Sie alle haben unterschiedliche Lebensgeschichten und kulturelle Prägungen. Damit angemessen umzugehen, stellt unsere Gesellschaft vor eine große Herausforderung.
Im Forschungsschwerpunkt Versorgungsforschung – Digitalisierung – Ethik an der KSH München betrachten wir pflegerische und soziale Themen aus diesem Bereich. Wir entwickeln anwendungsbezogene Lösungen, die sich tatsächlich umsetzen lassen. Dabei sind uns Fragen zu Ethik und menschenzentrierter Digitalisierung besonders wichtig.
Forschungsschwerpunkte in der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz sind sichtbar gewordene Themenschwerpunkte unserer Forschung – hier finden sich Forschende zu einem Feld zusammen, das interdisziplinär und innovativ in einem bestimmten Bereich forscht und wirkt. Für den Ausweis eines Forschungsschwerpunkts sind eine bestimmte Anzahl von Forschenden, nennenswerte Drittmittel sowie eine sichtbare Menge an einschlägigen Publikationen vorzuweisen.
Im Forschungsschwerpunkt Versorgungsforschung – Digitalisierung – Ethik finden sich insbesondere Forschungsvorhaben der angewandten Forschung und Entwicklung für nutzerorientierte Versorgungsstrukturen und -konzepte im Lebenslauf mit besonderem Fokus auf älteren Menschen, Lebensqualität in Versorgungssituationen, Wirksamkeit von Bildungsmaßnahmen auf Gesundheitsakteure, Digitalisierung und Ethik.
Unsere interdisziplinären Forschungsteams arbeiten eng mit Partnern aus der Praxis zusammen, um innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Gesundheits- und Sozialwesen zu entwickeln. Die Forschungsergebnisse fließen dabei auch in die Lehre an der KSH ein und tragen so zur Ausbildung bei. Gleichzeitig werden die Erkenntnisse durch Publikationen, Vorträge und Workshops in die wissenschaftliche Community und die Fachöffentlichkeit getragen.
Fachgebiet(e): Geisteswissenschaften; Medizin; Sozial- und Verhaltenswissenschaften
Schlüsselbegriff(e): Versorgung; Pflege; Bildung; Qualität; Digitalisierung; Ethik
Die Wissenschaftler:innen an unserer Hochschule für Angewandte Wissenschaften haben Erfahrung in sozialen Berufen, der Betreuung, Versorgung und Pflege gesammelt. Auch unsere Studierenden lernen praxisnah – oft kommen sie selbst aus pflegenden und sozialen Berufen. Das bringt uns an der KSH München einen großen Forschungsvorteil: Wir erhalten ein direktes Feedback, ob unsere wissenschaftlichen Vorschläge alltagstauglich sind. Wir spüren Versorgungslücken auf, benennen sie und arbeiten an Lösungen. Durch unsere Kooperationen erhalten wir aktuelle Daten und eine unmittelbare Reaktion von Versorgungspersonal und Patienten.
Wissenschaftliche Forschung funktioniert insbesondere mit einer guten Datengrundlage. Um valide Daten für unseren Forschungsschwerpunkt Versorgungsforschung – Digitalisierung – Ethik zu erheben, verwenden wir verschiedene Instrumente, unter anderem:
Wir betrachten unsere Forschungsprojekte immer auch unter ethischen Voraussetzungen: Fügt sich der Aufbau in unseren Wertekanon ein, entspricht er fachlich-ethischen Richtlinien, bei denen Menschenwürde eine wesentliche Rolle spielt? Bei diesen Fragen unterstützt uns die interdisziplinäre Ethikkommission der Hochschule. Sie berät in forschungsethischen Fragen fachübergreifend.
Altwerden hat viele Facetten. Menschen leben unter unterschiedlichsten Bedingungen, von der persönlichen Umgebung und Erfahrung über die individuelle Familiengeschichte bis hin zu ihren finanziellen Möglichkeiten. Während manche bis ins hohe Alter fit bleiben, benötigen andere schon früher Hilfe bei körperlichen oder geistigen Herausforderungen. Auf diesem hochdynamischen Feld bewegen sich Forschung und Versorgungseinrichtungen.
An der KSH München forschen wir in Bezug auf Altwerden und Versorgung kurzgefasst zu diesen Themen – mit dem Menschen im Zentrum:
Das Zentrum Forschung und Entwicklung (Z:F:E) stellt die Rahmenbedingungen für Forschung an der KSH und unterstützt Projekte von der Idee bis zur Publikation. Es verbindet gute wissenschaftliche Praxis und hohe Qualitätsstandards. Das garantiert praxisnahe Forschungsprojekte auf höchstem Niveau und ermöglicht auch, Studierende in verschiedene Forschungsprojekte frühzeitig zu integrieren.