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Festakt zur Preisverleihung „Menschenrechte in der Medizin für Ältere“

 

„Genau darum muss es gehen, die Menschen im Mittelpunkt, und genau so kann es auch gehen“, so fasste eine Teilnehmerin des Festakts zur Preisverleihung „Menschenrechte in der Medizin für Ältere“ der Josef und Luise Kraft-Stiftung in den Räumen der Katholische Stiftungshochschule München das mit dem Hauptpreis ausgezeichnete Projekt „Ehrenamtliche Demenzbegleitung im Akutkrankenhaus“ zusammen. Praxis und Wissenschaft in würdigem Rahmen zusammenzubringen, gelungene Projekte in bekanntzumachen und auszuzeichnen – die Veranstaltung bot Möglichkeit für ganz vielerlei Ein- und Ausblicke.

 

Vertreterinnen und Vertreter der preisverleihenden Stiftung (Dr. Harald Mosler, Stiftungsvorstand Josef und Luise Kraft-Stiftung und Dr. Caroline Green, London), der KSH München (Prof. Dr. Birgit Schaufler, Präsidentin), der Jury und der KooperationspartnerInnen (Prof. Dr. Andreas Frewer, Erlangen-Nürnberg; Prof. Dr. Constanze Giese, München und Dr. Claudia Mahler, Berlin) zeigten sich dabei sehr angetan von den prämierten Projekten. Dipl.-PW Isabell Koßmann und Team vom Barmherzige Schwestern Krankenhaus in Wien stellten dabei ihr ausgezeichnetes Projekt zur ehrenamtlichen Begleitung von dementiell veränderten Personen vor, was trotz Pandemie und Zeitdruck zu beeindruckenden Ergebnissen führte: Mit einem Augenzwinkern berichtete Frau Koßmann von dem „Bewerbungsansturm“ nach entsprechenden Medienberichten, der vorab vollkommen unterschätzt worden war. Darüber hinaus stellte Prof. Dr. Barbara Städtler-Mach, Evang. Hochschule Nürnberg die Ergebnisse ihrer Projektstudie aus einem interdisziplinären Seminar zu den ethischen Aspekten der Versorgung älterer Patienten in der häuslichen Umgebung durch sog. 24-Stunden-Betreuungskräfte aus Osteuropa dar und nahm stellvertretend die Würdigung der Jury entgegen.

 

Im Zusammenhang mit einem Vortrag zur umfangreichen Studie „Mediale Altersbilder in Zeiten der Covid19-Pandemie“ durch Prof. Dr. Eva-Marie Kessler und Dr. Janina Myrcik von der Medical School Berlin wurden auch die Ergebnisse des Fotowettbewerbs der Josef und Luise Kraft-Stiftung vorgestellt: „Mehr als die Risikogruppe. Vom (nicht-)alltäglichen Leben älterer Menschen während der Corona-Pandemie“. Vielfältige Bildeindrücke aus Zeiten des „Lockdowns“ waren ausgestellt und sorgten für reichlich Gelegenheit zum Gespräch oder zum Schmunzeln der Gäste, die auch mit einigen anwesenden Preisträgern in die Diskussion kommen konnten.

 

Umrahmt von musikalischer Begleitung durch Prof. Dr. Heiner Bielefeldt und Sabine Klotz fand der würdevolle Festakt seinen Abschluss und lud im Anschluss noch zu weiterführenden Gesprächen im Foyer bei Getränken und Häppchen ein, in dessen Rahmen auch ein Ausblick auf die Preisverleihung 2023 voraussichtlich in Berlin möglich war.

 

Bild oben: KSH-Präsidentin Prof. Dr. Birgit Schaufler im Gespräch mit den Preisträgerinnen der Evangelischen Hochschule Nürnberg

 


v. l. n. r.: Dr. Harald Mosler (Kraft-Stiftung, München), Dr. Claudia Mahler (Deutsches Institut für Menschenrechte e.V., Berlin), Prof. Dr. Constanze Giese (KSH München), Dipl.-PW Isabell Koßmann, Sonja Buchberger, Anna Turnheim (Barmherzige Schwestern Krankenhaus, Wien), Prof. Dr. Andreas Frewer (Univ. Erlangen)

 

 

Bildquelle: Frank Hanewacker/ KSH

 

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